Eine Burg bauen? Schau mal hier!

Eine richtige, mittelalterliche Burg! Ob du wirklich eine zeitgemäß nachempfundene Ritterburg willst, wage ich zu bezweifeln, aber ich habe dir ein tolles Video herausgesucht, in welchem du den Bau in heutiger Zeit – jedoch mit historischen Mitteln – anschauen kannst.

Also ich baue mir später auch mal eine Burg. Im Ernst! Hier in Paraguay stehen „viele“ davon. Alle im Stil von irgendwie nachgebaut und teilweise wirklich schnuckelig. Ob nun privat erbaut, in welcher ich selbst schon empfangen wurde oder mit Hilfe eines Unternehmens, welche es hier ebenfalls tatsächlich gibt. In Paraguay ist halt ein „freieres“ Leben möglich und Arbeitskraft erschwinglich.

Nun aber zum Film! Die Dokumentation von Arte zeigt den Bau der Burg Guédelon, gelegen im französischen Departement Yonne, mit historischen Mitteln. Ein über 25 Jahre geplantes und wahrliches Abenteuer. Für jeden Betrachter umwerfend und einzigartig in unserer Zeit. Auch ein Besuch der Website bzw. der Burg lohnt gewiss! Zur Inspiration?

Und? Kannst du es nun kaum abwarten, die Burg zu besuchen oder gar die eigene Burg zu bauen? Mit modernen Hilfsmitteln und Materialien ist das sogar recht gut „improvisierbar“. Ja, eine Burg im Peter-Pan-Dorf… Also da hätte ich ja genug Vorstellungen für…

Ein Pfahlhaus bauen. Gewusst wie!

Alternative Wohnformen gibt es viele. Ob nun Bambushütte, Erdhügelhaus, Baumhaus, das in Europa (und darüber hinaus) gebräuchliche “Steinzeithaus” (auch Pfahlhaus oder Pfahlbau genannt) oder viele andere Möglichkeiten.

Wer recherchiert und/oder sich Gedanken macht, findet viele Formen, (s)ein Häuschen zu bauen, in welchem sich auch wirklich leben läßt und welches robust ist. Besonders angenehm, finde ich diese Art von Haus, weil man es bauen könnte, ohne auch nur einen Euro für Baumaterial zu investieren.

Sehr unterhaltsam finde ich folgende Dokumentation bzw. Reportage über ein sogenanntes Steinzeithaus. Jaaa, es ist die Sendung mit der Maus, gewiss. Trotz dessen ist es jedoch einer der besten Reportagen, welche ich bisher zum Thema gefunden habe. Anschaulich erklärt, gut beschrieben und eine angenehme Sprecherstimme. Was will man mehr? Fehlt nurnoch die Erfahrund der Praxis! Viel Spaß beim schauen, sowie beim nachbauen. Wenn es ernsthaft interessiert, dem sei gesagt, das (nicht nur) in Europa mehrer Siedlungen solcher Steinzeithäuser bestehen, unter anderem in Unteruhldingen am Bodensee. Möglichkeiten zur weiteren Recherche sind also gewiss. Im Video werden zum Beispiel auch die Namen der Bauherren genannt.

Lach- und Sachgeschichten: Das „Steinzeithaus“

Was meint Ihr dazu? Kennt Ihr andere Videos/Beschreibungen zu eventuell auch anderen Wohnformen? Ich freue mich über Eure Kommentare!

Schilf als Brennmaterial | Ökologisch sinnvoll & nachhaltig?

Schilf hat – pro Kilo gerechnet – einen höheren Brennwert als Braunkohle, ist jedoch wesentlich einfacher zu gewinnen und zu verarbeiten. Riesen-Chinaschilf (Micanthus x giganteus) wird selbst von der Heizindustrie verwendet, weil es extrem energiereich ist und zur Versorgung von Pellet-Heizungen verwendet.

Woher das Schilf idealerweise kommt? Teils aus der Pflanzenkläranlage, die recht großzügig bemessen ist. Dank der reichlichen Düngung wächst das Schilf dort wie blöd, und man kann immer mal einen Arm voll abernten. Dazu kommen Bambus und Riesengräser, die auch abseits des Wassers wachsen – zum Beispiel das recht genügsame China-Schilf , welches sogar sehr attraktiv aussieht, mit seinen kleinfingerdicken Stengeln.

Idealerweise lässt man keine quadratkilometergroßen Monokulturen wachsen. Nutzt man Schilf oder Bambus als Sicht- oder Windschutz, wird sich dieser immer ausbreiten, sofern man keine Wurzelsperren verbaut hat. Um die unkontrollierte Ausbreitung zu regulieren, kann immer wieder an den Rändern des Sicht- oder Windschutzes das Schilf am Boden abschneiden. In Paraguay bietet sich auch das verwandte Kamerun an, welches auch Elefantengras oder Napiergras genannt wird (Pennisetum purpureum).

Spätestens in der Kombination mit Bambuspflanzungen und/oder Fallholz aus dem eigenen Wäldchen, ist der eigene Bedarf an Brennmaterial leicht befriedigt.

Vorteile und Nachteile einer Pflanzenkläranlage

Da ich gerade mehrere Artikel über Pflanzenkläranlagen schreibe und bemüht bin, die einzelnen Beiträge nicht ausufern zu lassen und die Übersichtlichkeit zu bewahren, hier nun ein Beitrag über die Vorteile und Nachteile einer Pflanzenkläranlage. Was sofort ins Auge fällt: die Vorteile sind immens und vielseitig – Nachteile eigentlich nicht vorhanden, sofern man entsprechend Platz zur Verfügung hat.

Vorteile einer Pflanzenkläranlage

Pflanzenkläranlagen sind im Vergleich zu herkömmlichen Kläranlagen relativ einfach zu errichten. Besitzt man alle benötigten Bestandteile, ist ein Eigenbau möglich. Ob dies von rechtlicher Seite problemlos möglich ist, sollte zuvor geprüft werden – darauf kann ich hier nicht eingehen, da meine Leser in vielen verschiedenen Ländern beheimatet sind. Das Bau an sich, ist jedoch leicht und problemlos zu tätigen, sofern man nicht zwei linke Hände hat.

Pflanzenkläranlagen lassen sich – den benötigten Platz vorrausgestzt – sehr kostengünstig realisieren und auch betreiben. Elektrischer Strom für eine Fäkalientauchpumpe wird nur dann benötigt, sofern kein natürliches Gefälle genutzt werden kann.

Pflanzenkläranlagen bringen auch bei unregelmäßigem Abwasseranfall, wie bei Wochenendhäusern oder Gastronomiebetrieben üblich, eine konstant gute Reinigungsleistung.

Pflanzenkläranlagen haben keinen hohen Wartungsbedarf. Pumpen und Rohrventile – sofern welche verbaut sein sollten – sollten monatlich überprüft werden. Ein Absetzbecken kann leicht so dimensioniert werden, das ein jährliches Entleeren genügt. Ebenso sollte das Wasserverteilungssystem regelmäßig geprüft werden. Hat sich die Konstruktion als praxistauglich erwiesen, kann auch dies jährlich geschehen. Wer sein Schilfbeet nicht eh regelmäßig beschneidet, um zum Beispiel Schilf als Brennmaterial zu gewinnen, der könnte es jährlich mähen. Im kalten bzw. verschneiten Mitteleuropa macht dies im Herbst auch Sinn, um die Sauerstoffzufur der Rhizomen und Wurzeln zu gewährleisten – auch wenn es nur teilweise geschieht. Der Wartungsbedarf ist in jedem Fall geringer, als bei konventionellen SBR- oder WSB-Anlagen

Das gereinigte Wasser kann fürverschiedene Zwecke wiederverwendet werden. Ob als Gießwasser für Garten- oder Landwirtschaft, als Wasser für eine Toilettenspülung. Wer seine Pflanzenkläranlage richtig konstruiert und das Wasser eventuell auch wieder belebt, kann es für jeden Zweck wieder gebrauchen – die Qualität des gereinigten Wassers sollte jedoch zuvor getestet werden. In diesem Falle ist Kontrolle wirklich besser als Vertrauen.

Als letzten Punkt, können Pflanzenkläranlagen das Erscheinugsbild und den Artenreichtum einer Umgebung verbessern, unseren ökologischen Fußabruck minimieren und Zufriedenheit geben, noch ein weiteres Stück autonom und ökologisch sinnvoll zu handeln.

Nachteile einer Pflanzenkläranlage

Der einzig bekannte Nachteil einer Pflanzenkläranlage besteht im relativ hohen Platzbedarf von etwas fünf Quadratmetern pro Einwohner – zumindest in den herkömmlichen Bauweisen.

Sollte man den Bau einer Fachfirma anvertrauen ohne Eigenleistung zu entrichten, sind Pflanzenkläranlagen in der Bauphase geringfügig teurer als herkömmlich Lösungen. Diese eventuellen Mehrkoststen amortisieren sich jedoch sehr schnell, durch die meist nicht vorhandenen Betriebskosten.

Welche Arten von Weiden sind zum bauen von Häusern geeignet?

Aus Weiden lassen sich viele Dinge bauen – Häuser, lebende Möbel, Zäune, Spielgeräte und vieles mehr. Weiden sind wirklich umwerfend! Jedoch sind nicht alle Weidenarten gleichmäßig geeignet. Besser gesagt: Die verschiedenen Weidenarten haben unterschiedliche Eigenschaften. In diesem Artikel erörtere ich die Eignung der verschiedenen Weidenarten.

Weltweit gibt es etwa 450 Weidenarten. In Österreich sind beispielsweise 32 Arten heimisch.

Eine Humboldtweide (Salix humboldtiana) | Bild unter CC BY 2.0 von Pato Novoa.

Eine Humboldtweide (Salix humboldtiana) | Bild unter CC BY 2.0 von Pato Novoa.

Als in Paraguay heimische Art konnte ich bereits die Humboldtweide (Salix humboldtiana) ausfindig machen. Es ist jedoch davon auszugehen, das sich in Paraguay durch Einwanderer viele verschiedene Arten, zumindest in Privatgärten, befinden. Ich selbst kenne mehrere Personen, welche die ein oder andere Sorte besitzen und oft auch zum Tausch bereit sind. Eine Nachfrage lohnt oftmals.

Jedoch nicht jede Weidenart ist für jeden Zweck geeignet. Die eine Sorte bringt eher dickere, robuste Ruten, eine andere Sorten wieder feine, biegsame Ruten. Daher kann eine grobe Kategorisierung wie “gut & schlecht” nur bedingt getroffen werden – jetzt einmal von generell brüchigen Weidenarten abgesehen.

Teilweise liest man unterschiedliche Angaben zur Eignung einer Weidenart. Diese auf den ersten Blick wiedersprüchlichen Angaben, lassen sich jedoch erklären. Darauf komme ich später zu sprechen.

Eine Salweide (Salix caprea) als Kopfweide geschnitten.

Eine Salweide (Salix caprea) als Kopfweide geschnitten.

Abgesehen von den Ruten, welche geerntet werden sollen, gibt es jedoch noch weitere Kriterien, wie zum Beispiel die Fähigkeit neu anzuwurzeln oder die (eventuell) ungewollte Eigenschaft, das sich Ruten verzweigen. Bei Eigenanbau der Ruten kann die Verzweigung der Ruten recht gut kontrolliert und unterbunden werden.

Pauschal könnte man aber sagen:

Gut geeignet sind die Purpurweide (Salix purpurea) und die Korbweide (Salix viminalis). Besonders hervorgehoben werden oftmals Silberweiden (Salix alba) und Salweide (Salix caprea). Ungeeignet sind die Ohrweide (Salix aurita), Grauweide (Salix cinerea) und die Bruchweide (Salix fragilis).

Als Faustformal: Je schmaler die Blätter sind, desto besser lässt sich die Weide verflechten. Weiden mit runden Blättern sind oft recht brüchig.

Wobei eine so grobe Aufteilung eigentlich nur ungenau sein kann. Vielmehr sollte der jeweilige Einsatzzweck bedacht werden und, sofern man die Wahl hat, die dazu passende Weidenart gewählt werden.

Die herbstlichen Blätter einer Silberweide (Salix alba).

Die herbstlichen Blätter einer Silberweide (Salix alba).

Die Purpurweide (Salix purpurea) wächst auf bis zu 10 Meter Größe. Silberweiden (Salix alba) können gar bis zu 30 Meter in den Himmel ragen. Auch wenn manchmal die Höhe einer normal gewachsenen Weide unbedeutend sein sollte, ist es vorteilhaft die Eigenschaften und das Potenzial der einzelnen Arten zu kennen.

Als weiteres Beispiel, die eher strauchig wachsende Mandelweide (Salix triandra), deren jüngeren Ruten sehr biegsam sind und für grobes Flechtwerk gut geeignet sind. Die Mandelweide erreicht eine Höhe von 1 bis 5 Metern. Die Zweige der Korbweide sind ebenfalls sehr elastisch, aber besonders für kleinere Bauten und für feinere Flechtarbeiten geeignet.

Erwähnenswert wäre nochmals die Korb- und die Silberweide. Mit ihnen wurden oft die früher so geschätzten Kopfweiden realisiert. “Kopfweide” meint also keine Pflanzengattung, sondern ein Schnittsystem. Dabei wurde der Jungbaum auf einer Höhe von ein bis drei Metern eingekürzt. Manchmal auch noch kürzer, wie im oberen Bild zu sehen ist. Die nun entstehenden Seitentriebe werden alle ein bis fünf Jahre am “Kopf” geschnitten.

Eine Silberweide im Winter, welche zur Kopfweide geschnitten wurde.

Eine Silberweide im Winter, welche zur Kopfweide geschnitten wurde.

Durch diese Schnitttechnik entsteht eine immer komplexer werdende Struktur, wodurch die Anzahl der spriessenden Ruten steigt, da sich nach jeder eingekürzten Rute, neue Verzweigungen bilden. Kopfweiden bieten daher viele dünne und lange Triebe. Diese werden gerne für Flechtarbeiten genutzt. Nach mehreren Jahren Schnitt, bildet sich die namensgebende Erscheinungsform, welche auf dem Bild links oben gut ersichtlich ist.

Häuser aus Weiden bauen

Wenn man davon redet, ein reales Haus aus Weiden zu bauen. Kein Spielgerät, sondern ein bewohnbares, eventuell mehrstöckiges Haus aus Weiden, dann benötigt man Weiden verschiedenster Länge, verschiedenster Dicken und mit unterschiedlichen Eigenschaften. Diese werden gegeben durch die jeweils verwendete Bautechnik und den jeweiligen Einsatzzweck der jeweiligen Rute. Um Wände zu schliessen, Zwischenböden einzuziehen, Fenster einzupassen usw. gibt es verschiedenste Techniken und unterschiedliche Anforderungen.

All diese Techniken hier nun zu erörtern, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Sicher werde ich darüber jedoch noch ein oder zwei Artikel schreiben. Wenn Du möchtest kannst Du in Kontakt und Verbindung mit mir und dem kopfboot bleiben. Nutze dazu den RSS-Feed des Blogs, besuche mich bei Facebook oder Steemit.