Rezeptideen mit Naturjoghurt

Naturjoghurt in der heimischen Küche selber machen ist total einfach! Neben möglichst unverarbeiteter Milch gibt man zum Start seiner Produktion einmalig Joghurtkulturen aus gekauftem Naturjoghurt in die auf rund 30 Grad Celsius erwärmte Milch und lässt diese einige Stunden gut und warm eingepackt stehen.

Ein Joghurtmacher ist natürlich die einfachste und zuverlässigste Methode. Bei allen Modellen kann man die Erwärmungszeit einstellen – und damit wie stichfest der Joghurt ist. Ebenfalls angenehm, dass mit einem Joghurtmacher die Temperatur optimal reguliert wird und die Handhabeung der Gläschen, in welchen der Joghurt portionsgerecht zubereitet und angenehm im Kühlschrank verwahrt werden kann.

Im idealfall nutzt man die Milch direkt vom Bauern (oder hast du gar eine Kuh? Glückwunsch!) und siehe da: kein Laster muss fahren, wenn du Lust auf lecker Joghurt hast. Und glaube mir: mit Joghurt bzw. Speisen, welche Joghurt enthalten und/oder damit verfeinert werden, kannst du deinen Speiseplan ziemlich aufwerten.

Nun aber zu meinen Lieblingsrezepten, welche ich euch nicht vorenthalten will.

Joghurt-Kräuter-Sauce:

  • Joghurt
  • frische Kräuter – was gerade wächst
  • etwas Zitronensaft
  • ein Schuß Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Einfach alles gut durchmischen und fertig.

Joghurt-Minz-Knoblauch-Sauce:

  • 500 ml Joghurt
  • 5 Zehen Knoblauch
  • 4 Blätter frische Minze
  • Olivenöl
  • etwas Sahne
  • Salz und Pfeffer

Den Joghurt mit dem etwas Olivenöl und Sahne geschmeidig rühren, den fein gehackten Knoblauch und die fein gehackte Minze hinzu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wird wesentlich leckerer, wenn man ihn eine Stunde ziehen lässt.

Falsche-Sauce-Hollandaise:

  • 100 ml Milch, zimmerwarm
  • 200 ml Sonnenblumenöl, zimmerwarm
  • 20 g Butter, weich
  • 2 El. Joghurt
  • Pfeffer, Salz
  • 1 El. Zucker
  • 1 El. Senf, mittelscharf
  • 1 Bund frischen Schnittlauch

Die zimmerwarme (WICHTIG) Milch mit 100 ml vom Öl mischen. Nun mit dem Mixstab so lange rühren, bis die Masse beginnt cremig zu werden. Das übrige Öl portionsweise zugeben. Sobald die Soße die gewünschte Konsistenz erreicht hat, die weiche Butter und den Joghurt unterrühren. Den fein geschnittenen Schnittlauch und den Zucker unterrühren und mit Salz und Pfeffer amschmecken.

Rote-Beete-Salat-mit Naturjoghurt:

  • 4-5 Knollen Rote Beete (frisch)
  • 1-2 Äpfel
  • 400 ml Naturjoghurt
  • 1 Zitrone
  • etwas Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Die Rote Beete und die Äpfel schälen, fein raspeln und in eine größere Schüssel geben.
Den Jogurt und den Saft einer Zitrone dazu, etwas Olivenöl und Salz und Pfeffer. Alles gut durchmischen und ca.1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Schmeckt total lecker!

Tzatziki:

  • 200ml Quark
  • 5 El. Joghurt 10% Fettgehalt
  • halbe Salatgurke, gehobelt
  • etwas frischen Dill
  • etwas frische Minze
  • Saft einer halben Zitrone
  • 3 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
  • 2 El Olivenöl

Den Quark mit den Joghurt verrühren, die Gurke klein schneiden und den Konblauch fein hacken und alles hinzugeben. Den Dill und die Minze ebenso fein hacken und hinzugeben. Den Saft einer halben Zitrone und das Olivenöl, und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles gut vermischen und circa 30 Minuten ziehen lassen.

Bananen-Joghurt-Sauce:

  • 2 Bananen
  • 1 El Honig
  • 300 g Joghurt
  • 200 ml Sahne
  • etwas geraspelte Schokolade

Die Banane mit Honig und Joghurt pürieren. Sahne halb steif schlagen und mit der Schokolade unter das Püree ziehen.

GriechischerJoghurt-mit Früchten:

  • Deinen lecker Naturjoghurt (oder zur Not gekauft mit etwa 10% Fettgehalt)
  • etwas Honig
  • frische Früchte

Viel Spaß beim ausprobieren der Rezeptideen und natürlich beim anschließenden genießen!

Rezept: Wasserlinsenpüree

Wasserlinsen oder umgangssprachlich auch “Entengrütze” kennt wahrscheinlich jeder. Das man diese auch essen kann – sowohl Mensch als auch Vieh, das wissen Weniger. Ich möchte ein Rezept vorschlagen!

Wo es schon darum geht, Wasserlinsen zu essen, was übrigends nicht nur eine Notnahrung im Survival-Modus ist, soll es nicht an Nährwertangaben fehlen. Als Nahrung werden Wasserlinsen besonders geschätzt, weil sie alle essentiellen Aminosäuren enthalten! Im Trockengewicht sind bis zu 43 % Proteine, bis zu 6 % Fett und 17 % Kohlenhydrate enthalten. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei den und etwa 38 bekannten Arten der Wasserlinse variiert, doch als Richtschnur kann es sicherlich dienen. Von den 38 Arten kommen meines Wissens aber nur 9 in Mitteleurops vor. Alle 9 Arten können ohne Bedenken gegessen werden. Wie die Situation in Paraguay aussieht, habe ich noch nicht recherchieren können.

Wasserlinsen (Spirodela Polyrrhiza) in Marais Poitevin, Frankreich

Wasserlinsen (Spirodela Polyrrhiza) in Marais Poitevin, Frankreich

Rezept: Wasserlinsenpüree

  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 200 g Wasserlinsen
  • Etwas Wasser oder Milch
  • Salz und Pfeffer
  • Muskat
  • (Sojasauce)

Ganz einfach: das Öl in einem Topf erhitzen und die fein gewürfelten Zwiebeln darin anbraten. Wasserlinsen hinzugeben und mit etwas Wasser ausgießen. Nun 10 bis 30 Minuten köcheln lassen. Die Dauer des köchelns bestimmt auch die Konsistenz. Folgend die Masse zerkleinern oder pürieren. Nun könnte man das Püree wieder 10 bis 30 Minuten köcheln lassen. Nach belieben können nun Gewürze hinzugegeben werden.

Guten Appetit!

Meine Empfehlung

Ich würde bevorzugen, die Wasserlinse nicht die maximale Zeit zu kochen, weil somit die Konsistenz völlig in Richtung “homogene Pampe” geht und auch der Nährstoffgehalt sicher nicht erhöht wird. Mir wäre nicht bekannt, warum das die Nährstoffe der Wasserlinsen brauchen würden. Ja, das Lanulin von Tomaten ist besser für den Menschen verfügbar, wenn es erhitzt wurde, weil dann die Zellwände der Tomate zerstört wurden. Aber das ist eine andere Geschichte…

Keine Sorge: Wasserlinsen sind niemals “grob”, holzig oder sonnst irgendetwas unangenehmes – höchstens etwas geschmacklos. Auch würde ich die Linsen nicht zu absolutem Brei pürieren – und schon garnicht mit einer elektronischen Maschine im Turbo-Modus. Meiner Erfahrung nach, schmeckt ein Püree, eine Soße oder was auch immer, immer besser, wenn man sie vorsichtig verarbeitet und behandelt. Wenn Du das nicht glaubst, mache doch einmal selbst Tomatensouce. (Jetzt komme ich von den Tomaten nicht mehr weg…) Einmal schneidest Du die Tomaten per Hand und das andere mal steckst Du sie in den Hechsler. Das Ergebniss ist wie Tag und Nacht! Garantiert.

Also sei sorgsam zu Deinem tollen Lebensmittel und gehe gut mit ihm um. Du musst ihm ja kein Liebeslied singen, aber sei sorgsam. Wobei, schaden würde es auch nicht. Ganz im Gegenteil.

Hustentee mit Zwiebelhonig und Salbei

Der Winter zieht ein und mit ihm oftmals ein Kratzen im Hals oder die ein oder andere Hustenattacke. Tadaa: Erikas Rezept für Hustentee mit Zwiebelhonig und Salbei! Benötigt wird dafür lediglich eine Zwiebel, 3 Esslöffel Honig und im Idealfall (der selbst angebaute) Salbei.

Honig mit Zwiebel hilft gegen Husten und Halsentzündung, fördert aber auch den Stoffwechsel und die Verdauung. Auch Salbei ist nicht nur als Küchenkraut beliebt und fördert ebenso nicht nur die Verdauung.

Kanarischer Salbei (Salvia madrensis) auf Gran Canaria.

Kanarischer Salbei (Salvia madrensis) auf Gran Canaria.

Der hohe Anteil ätherischer Öle in vielen Salbeiarten, machen den Salbei zu einem vielfältigen Medizinalkraut. Auch die enthaltenen Diterpene und Gerbstoffe erweitern die Verwendungsmöglichkeiten.

Eine Staude Salbei im Garten oder auf dem Balkon ist also niemals eine falsche Entscheidung. Zudem ist blühender Salbei sehr dekorativ.

Ja ja, der Honig…

Mal nebenbei: “Honig” aus dem Supermarkt ist zumeist ein “totes” Gemisch aus etwas Honig, viel Wasser, noch mehr Zucker, Aromen und eventuell weiteren, mir unbekannten Zusatzstoffen. Erhitzt und gepresst, mit Chemikalien, Bakterien und/oder Enzymen für die industrielle Behandlung verarbeitungsfähig gemacht.

Honig

Da die Inhaltsstoffe von “Honig” in vielen Ländern nicht deklariert werden müssen, bleibt der Verbraucher uninformiert. Hust, Honig, das wertvoll, natürliche Lebensmittel. Hm… schreibe ich gerade über Milch?

Mein Vorschlag? Telefonbuch aufschlagen und den nächsten Imker (und den Bauern mit Milchwirtschaft) suchen oder im Ort nachfragen, wer die Imkerei als Hobby tätigt. Zurück zum Thema…

Die Zubereitung des Hustentee

Die Zwiebel kleinschneiden und in ein verschließbares Glas füllen. Den Honig anschließend ebenso in das Glas füllen und alles gut verrühren.

Das Glas gut verschließen und etwa 1, 2 Tage durchziehen lassen. Wer Honig gerne mag, kann die nun entstandene Mixtur auch direkt aus den Glas löffeln. Wer die kleinen Zwiebelstücke nicht mag, kann den angesetzten Zwiebelhonig durch ein feines Sieb laufen lassen.

Die Blätter des echten Salbei (Salvia officinalis).

Die Blätter des echten Salbei (Salvia officinalis).

Ebenso ist es möglich, diese Mischung in Tee oder in heißem Wasser aufzulösen. Für das beste Resultat sollte der Tee warm und schluckweise getrunken werden.

Salbeitee aus dem Garten

Idealerweise kann dieser Tee aus echtem Salbei (Salvia officinalis) aus dem Garten, vom Balkon oder der Fensterbank bestehen. Gut, wer bereits gesammelt und getrocknet hat. Wer keinen eigenen Garten, Balkon oder gar eine Fensterbank hat, wird im Reformhaus sicherlich fündig oder fragt seine Freunde.

Wiesensalbei (Salvia pratensis L.) ist ungeeignet für die Herstellung von Hustentee.

Wiesensalbei (Salvia pratensis L.) ist ungeeignet für die Herstellung von Hustentee.

Der in Deutschland verbreitete Wiesensalbei (Salvia pratensis L.) enthält kaum ätherische Öle und ist daher zur Teezubereitung kaum zu gebrauchen. Wer aber nun zum Hobbykoch mutiert, kann ebenso Ingwer und/oder Holunderblütensirup in seinen Hustentee geben.

Lagerung des Hustentee

Der Zwiebelhonig sollte kühl gelagert und zeitnah aufgebraucht werden. Es empfielt sich auch, die Mixturbis lieber öfter neu herzustellen, statt einmalig große Mengen.

Feedback?

Hast Du den Zwiebelhonig mit Salbeitee probiert? Oder was sind deine Geheimtipps? Paraguay? Let’s talk about!

Rezept: Zahnpasta selber machen. Zahnsalz!

Viele Industrieprodukte sind im Grunde vollkommen unnötig, wenn nicht sogar ungesund. Auf die Giftigkeit von Jod und Flour möchte ich hier nicht hinaus – diese Website soll verschont bleiben, von negativem Stunk, Nörgelei und Kritisierung – auch wenn es oft angebracht wäre. Nicht meckern, sondern handeln, heißt die Devise. Daher: wie erstellt man seine eigene (und gesunde) Zahnpasta?

Was dafür spricht

Zahnsalz, wie ich es hier im Rezept vorstelle, kräftigt beim Zähneputzen erwiesenermaßen das Zahnfleisch und fördert die Selbstreinigung des Mundraumes, da ein Säftestrom im Zahnfleisch von innen nach außen angeregt wird. Auch kann Plastikmüll vermieten werden. Man muss sich keiner Jod- oder Fluorbehandlung unterziehen. Noch ein Aspekt für die Gesundheit und die Umwelt: der Laster zum Transport kann in der Garage bleiben. Die Fabrik auch. Und der Geldbeutel? Der wird geschont! Und alles, was wir nicht teuer kaufen müssen, löst uns ein Stück aus dem Sklaventum, welches uns das Geld aufbürdet.

Wie es früher war:

Früher wurde Zahnpasta zum Beispiel aus der Asche von weißem Blei und/oder verbrannten Schweineknochen hergestellt. Auch einfache Holzasche kam, so wie bei der Herstellung von Seife, zum Einsatz. Gegen das Blei habe ich bedenken, wobei ich kein Chemiker bin. Ein Produkt, welches aber mal Schwermetall war, im Mund? Muss ja nicht sein, es geht auch viel einfacher:

Das Rezept von Zahnpasta bzw. Zahnsalz

Man nehme gutes Salz, welches möglichst nicht mit Jod oder Flour verunreinigt wurde. Auch Speisesalz, welchem Rieselhilfen beigemengt werden (muss auf der Packung nicht deklariert werden und wird es meist auch nicht), ist nicht das beste. Ja, man kann sich streiten, ob Meersalz ok wäre. Gegner führen auch hier die Verschmutzung der Meere an. Salz aus dem Himalaya? Ja, es wag, sofern es echts Himalaya-Salz ist, eine gute Qualität haben und sehr reichhaltig sein, aber auch hier könnte man anführen, ob es dann ökologisch sinnvoll sei, sein Salz um den halben Erdball zu schippern, nur um gesund leben zu können. Man erkennt den Widerspruch und ahnt die mittel- und langfristigen Folgen. Wie dem auch sei, welches Salz man selbst verwenden möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Bedenkenswertes wollte ich lediglich nur erörtern. Der Preisunterschied zu hochwertigem Salz ist letztlich marginal und für die Gesundheit auch unbedeutend. Besonders geringfügig wird der Preisunterschied, wenn es um den geringen Salzbedarf für die Zahnpflege geht.

  • Man nehme also ein paar Teelöffel Salz, welches am besten grobkörnig oder flockig ist.
  • Man füge ein paar Prisen zerriebene Kräuter hinzu. Gut wären Salbei, Thymian, Myrrhe oder Minze. Neben dem Wert für Zähne, sollte auch der eigene Geschmack entscheiden. Kräuter aus eigenem, ungedüngten oder nur organisch gedüngtem, Anbau ist natürlich besser, als gekaufte Ware. Hier lassen Inhaltsstoffe oftmals zu wünschen übrig. Zur Not würde eben auch das Gewürzregal oder ein Teebeutel als Quelle dienen können.
  • Weiter kommen fein gemahlene Gewürze, wie Gewürznelken, Muskat und/oder Zimt hinzu. Natürlich ist es auch hier sinnvoll, auf wertvolle Inhaltsstoffe für den Zahn zu achten. Entscheiden, muss aber auch der persönliche Geschmack.
  • Wer starken Zahnbelag hat, dem sei als “Scheuermittel” feine Tonerde oder Kalziumkarbonat empfohlen.

Wer übrigens keine Gewürzmühle hat, kann Kräuter und Gewürze auch im Mörser bearbeiten.

Die Aufbewahrung des Zahnsalz

Nachdem wir alle Zutaten miteinander gemischt haben, können wir sie in einem kleinen Schälchen bereitstellen. Salz zieht Feuchtigkeit aus der Luft und könnte somit oberflächlich etwas hart werden, was jedoch die Qualität des Zahnsalzes nicht grundlegend verschlechtert. Da das Zahnsalz auch Kräuter und Gewürze enthält, würde ich es lieber in einem kleinen Behälter aufbewahren. Für ganz Ökologische, Aussteiger und (Halb-)Hippies: wie wäre es mit einem Bambusröhrchen, welches man im Garten geschnitten und anschließend getrocknet hat? Ein Röhrchen (oder Rohr) als Behälter, ein anderes, kürzeres als Luftdicht abschließender Deckel/Pfropfen.

Die Anwendung des Zahnsalz

Ganz einfach: Zahnbürste anfeuchten, ins Zahnsalz tunken, Zähnchen schrubben und glücklich sein. Ein gründliches Nachspülen ist förderlich, sofern man keine dekorativen Kräuter- und Gewürzreste zwischen den Zähnen behalten will.