Pflanzen in Paraguay: Dschungelglocken (Allamanda)

Dschungelglocken werden auch Allamanda, Allmande oder Goldtrompeten genannt und sind eine Gattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Dschungelglocken sind nicht nur in Paraguay, sondern im beinahe kompletten tropischen Amerika beheimatet. Die Anzahl der Arten, die dieser Gattung zugerechnet werden, ist strittig; die meisten Autoren gehen von zwölf Arten aus.

Dschungelglocken mögen einen leicht sauren Boden und haben nichts gegen eher feuchten Boden. Auch bevorzugen sie eine eher hohe Luftfeuchigkeit. In natürlicher Wachstumsumgebung kommen sie oft an Flussrändern vor.

In Europa kann man Dschungelglocken als Zimmerpflanzen oder im Gewächshaus halten. Im Sommer bevorzugen sie sonnige Standorte. Im Winter darf es ruhig etwas schattiger sein.

Dschungelglocken sind zumeist immergrüne Sträucher. Manche Arten sind Kletterpflanzen und erreichen Wuchshöhen von bis zu 5 Metern. Die glänzenden Laubblätter sitzen in Wirteln an den weichen Stängeln, die bei einer Verletzung einen klaren, giftigen Milchsaft abgeben. Dieses Gift, das Terpenoid Allamandin, ist aber nicht nur in den Stängeln enthalten, sondern in der ganzen Pflanze. Der Wirkstoff hat hautreizende Eigenschaften und kann eine Dermatitis hervorrufen. Typisch für die Arten ist die Ausbildung farbenprächtiger, bis zu 8 cm großer, mehrheitlich gelber Blüten. Die Kronblätter sind verwachsen.

Dschungelglocken vermehrt man am besten über Stecklinge. Einige Arten bilden aber auch Samenschoten. Durch einen kräftigen Rückschnitt hält man sie in Form und erreicht eine reichere Blütenbildung.

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