Rezept: Wasserlinsenpüree

Wasserlinsen oder umgangssprachlich auch “Entengrütze” kennt wahrscheinlich jeder. Das man diese auch essen kann – sowohl Mensch als auch Vieh, das wissen Weniger. Ich möchte ein Rezept vorschlagen!

Wo es schon darum geht, Wasserlinsen zu essen, was übrigends nicht nur eine Notnahrung im Survival-Modus ist, soll es nicht an Nährwertangaben fehlen. Als Nahrung werden Wasserlinsen besonders geschätzt, weil sie alle essentiellen Aminosäuren enthalten! Im Trockengewicht sind bis zu 43 % Proteine, bis zu 6 % Fett und 17 % Kohlenhydrate enthalten. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei den und etwa 38 bekannten Arten der Wasserlinse variiert, doch als Richtschnur kann es sicherlich dienen. Von den 38 Arten kommen meines Wissens aber nur 9 in Mitteleurops vor. Alle 9 Arten können ohne Bedenken gegessen werden. Wie die Situation in Paraguay aussieht, habe ich noch nicht recherchieren können.

Wasserlinsen (Spirodela Polyrrhiza) in Marais Poitevin, Frankreich

Wasserlinsen (Spirodela Polyrrhiza) in Marais Poitevin, Frankreich

Rezept: Wasserlinsenpüree

  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 200 g Wasserlinsen
  • Etwas Wasser oder Milch
  • Salz und Pfeffer
  • Muskat
  • (Sojasauce)

Ganz einfach: das Öl in einem Topf erhitzen und die fein gewürfelten Zwiebeln darin anbraten. Wasserlinsen hinzugeben und mit etwas Wasser ausgießen. Nun 10 bis 30 Minuten köcheln lassen. Die Dauer des köchelns bestimmt auch die Konsistenz. Folgend die Masse zerkleinern oder pürieren. Nun könnte man das Püree wieder 10 bis 30 Minuten köcheln lassen. Nach belieben können nun Gewürze hinzugegeben werden.

Guten Appetit!

Meine Empfehlung

Ich würde bevorzugen, die Wasserlinse nicht die maximale Zeit zu kochen, weil somit die Konsistenz völlig in Richtung “homogene Pampe” geht und auch der Nährstoffgehalt sicher nicht erhöht wird. Mir wäre nicht bekannt, warum das die Nährstoffe der Wasserlinsen brauchen würden. Ja, das Lanulin von Tomaten ist besser für den Menschen verfügbar, wenn es erhitzt wurde, weil dann die Zellwände der Tomate zerstört wurden. Aber das ist eine andere Geschichte…

Keine Sorge: Wasserlinsen sind niemals “grob”, holzig oder sonnst irgendetwas unangenehmes – höchstens etwas geschmacklos. Auch würde ich die Linsen nicht zu absolutem Brei pürieren – und schon garnicht mit einer elektronischen Maschine im Turbo-Modus. Meiner Erfahrung nach, schmeckt ein Püree, eine Soße oder was auch immer, immer besser, wenn man sie vorsichtig verarbeitet und behandelt. Wenn Du das nicht glaubst, mache doch einmal selbst Tomatensouce. (Jetzt komme ich von den Tomaten nicht mehr weg…) Einmal schneidest Du die Tomaten per Hand und das andere mal steckst Du sie in den Hechsler. Das Ergebniss ist wie Tag und Nacht! Garantiert.

Also sei sorgsam zu Deinem tollen Lebensmittel und gehe gut mit ihm um. Du musst ihm ja kein Liebeslied singen, aber sei sorgsam. Wobei, schaden würde es auch nicht. Ganz im Gegenteil.

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