Schilf als Brennmaterial | Ökologisch sinnvoll & nachhaltig?

Schilf hat – pro Kilo gerechnet – einen höheren Brennwert als Braunkohle, ist jedoch wesentlich einfacher zu gewinnen und zu verarbeiten. Riesen-Chinaschilf (Micanthus x giganteus) wird selbst von der Heizindustrie verwendet, weil es extrem energiereich ist und zur Versorgung von Pellet-Heizungen verwendet.

Woher das Schilf idealerweise kommt? Teils aus der Pflanzenkläranlage, die recht großzügig bemessen ist. Dank der reichlichen Düngung wächst das Schilf dort wie blöd, und man kann immer mal einen Arm voll abernten. Dazu kommen Bambus und Riesengräser, die auch abseits des Wassers wachsen – zum Beispiel das recht genügsame China-Schilf , welches sogar sehr attraktiv aussieht, mit seinen kleinfingerdicken Stengeln.

Idealerweise lässt man keine quadratkilometergroßen Monokulturen wachsen. Nutzt man Schilf oder Bambus als Sicht- oder Windschutz, wird sich dieser immer ausbreiten, sofern man keine Wurzelsperren verbaut hat. Um die unkontrollierte Ausbreitung zu regulieren, kann immer wieder an den Rändern des Sicht- oder Windschutzes das Schilf am Boden abschneiden. In Paraguay bietet sich auch das verwandte Kamerun an, welches auch Elefantengras oder Napiergras genannt wird (Pennisetum purpureum).

Spätestens in der Kombination mit Bambuspflanzungen und/oder Fallholz aus dem eigenen Wäldchen, ist der eigene Bedarf an Brennmaterial leicht befriedigt.

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